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Die häufigste Frage, die einem Ballonpiloten gestellt wird ist: "Warum heißt es eigentlich Ballonfahren, der Ballon fliegt doch in der Luft?"

In der LuftOft erhält man eine spaßige Antwort: "Weil der Ballon keine Flügel hat." Nun aber im Ernst...Eine Erklärung liegt in der Aerodynamik und Aerostatik begründet. Flugzeuge und Vögel bleiben in der Luft, weil, weil die durch Luft angeströmten Flügel oder Tragflächen an ihrer Oberseite einen Unterdruck, einen Sog erzeugen, der für den notwendigen Auftrieb sorgt. Einem Ballon fehlt eine solche Anströmung, da er ein Teil des Windes ist. Er bewegt sich mit dem Wind und niemals dagegen! Ballone schweben in der Luft, weil sie ein Gas einhüllen, welches leichter ist als Luft. Heiße Luft hat z.B. einen größeren Auftrieb als kalte. Bei einem fahrenden Ballon handelt es sich somit nicht um einen aerodynamischen, sondern um einen aerostatischen Vorgang.

Und dann gibt es noch eine ganz einfache Erklärung. Der Sprachgebrauch wollte es, dass Schiffe über die Weltmeere fahren ebenso wie Ballone durch die Luftmeere fahren. Übrigens ein Phänomen, dass nur im deutschsprachigen Raum zu finden ist.

Ein durchschnittlicher Heißluftballon hat ein Hüllenvolumen von 3000- 4000 Kubikmeter. Die Ballonhüllen, die früher aus Papier gefertigt wurden, bestehen aus einem reißfesten, beschichtetem Nylonstoff mit Ripstopgewebe. Im unteren Bereich wird feuerfestes Nomex verwendet. Aufgestellt erreicht ein Ballon eine Höhe von 25- 30 m. Der Korb ist wie früher aus Weide geflochten und mit Rattan verstärkt und ist somit sehr elastisch und flexibel im Gegensatz zu Aluminium oder GFK. Unterschiedliche gängige Größen bieten Platz von 4- 12 Personen. Die Betriebstemperatur liegt zwischen 110 und 127 Grad Celsius. Diese wird von dem Herzstück eines Ballons erzeugt, einem Brenner, der mit Propangas arbeitet und nach dem Bunsenbrennerprinzip arbeitet.

HeißluftDer Betrieb eines Heißluftballons besteht aus drei Phasen: Füllen, Fahren, Landen.

Das Füllen übernimmt ein großes motorgetriebenes Gebläse, das zunächst die Ballonhülle mit Luft füllt. Beginnt sie sich aufzublasen wird die Luft mit dem Brenner aufgeheizt. Dadurch richtet sich der Ballon langsam auf.

Das eigentliche Fahren beginnt mit dem Abheben. Das Steigen und Sinken wird durch den periodischen Einsatz des Brenners reguliert. Das Fauchen des Brenners hat sicherlich schon jedermann bei der Beobachtung eines Ballons erlebt. Im Gegensatz zu anderen Luftschiffen kann ein Ballon nur bedingt gesteuert werden. Fahrtrichtung und Geschwindigkeit werden vom Wind und den Luftströmungen beeinflusst. Ein Kurswechsel kann nur durch Fahren in anderen Höhen erfolgen, da die Windrichtung in verschiedenen Höhen unterschiedlich ist.

StartvorbereitungDeshalb kann der Pilot auch nicht vorab sagen, wo er landen wird. Das ist bis zur letzten Sekunde ungewiss, aber eins ist klar: auf jeden Fall auf fremden Eigentum- Kornfelder, Wiesen oder einem Acker. Nach tiefer Fahrt späht der Ballonführer nach einem geeigneten Landeplatz und teilt diese Position auch den Verfolgern, die die gesamte Zeit per Funk verbunden sind, mit. Die Landung wird eingeleitet durch geringeres Heizen, ebenso kann man mit Hilfe von Ventilen die Fahrhöhe regulieren. Nach erfolgter Landung wird die Ballonhülle mit Hilfe einer Reißbahn entleert und von der gesamten Crew zum Verpacken zusammengelegt.

Gelandet; die Verfolger sind daEine Ballonfahrt dauert in der Regel 1-2 Stunden. Für die gesamte Prozedur vom Füllen bis zur Landung und dem Rücktransport durch das Verfolgerauto benötigt man einen Zeitaufwand von etwa 4 Stunden. Zweckmäßige Freizeitkleidung, vor allem festes Schuhwerk, ist notwendig. Alkohol und Rauchen sind an Board verboten! Die besten Wetterbedingungen für eine Ballonfahrt sind die frühen Morgenstunden und kurz vor Sonnenuntergang, weil dann die Luft ruhig und ausgeglichen ist und keine Turbulenzen auf Grund von einsetzender Thermik zu erwarten sind.

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