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Band/Technik
Ein erlesener Kreis von
exzellenten Musikern bildet die Howard Carpendale Band. Geleitet und geführt
wird sie von Elmar Kast, ein Allround-Musiker, der seit 1977 als Musical
Director und Arrangeur für alle Tourneen zuständig ist. Besonders zu
gefallen wussten bei den Live-Auftritten seine Solodarbietungen am Saxophon,
da merkte man, dass der Mann seine Jazzvergangenheit nicht verleugnen kann.
Klasse!
Aber auch die übrigen Mitglieder
der Band überzeugen durch Erfahrung, Können, Soundfeeling. Wolf Simon, der
früher in der Klaus Lage Band spielte, sitzt an den Drums.
Die Keyboards spielen Berholt
Matschat und André Franke, der auch als Songwriter für so namhafte Künstler
wie Mathias Reim, Nino de Angelo, Claudia Jung und neuerdings auch zusammen
mit Joachim Horn-Bernges für Howie arbeitet.
Die
Gittaristen sind Johannes "Joey" Brück (Gesang), Burkhardt "Burgy" Eiben
(Gesang), Andreas "Andrew" Gräser und Günter Haas. Letzterer ist u.a. ein
gefragter Studiomusiker und ist auf vielen Platten von Sarah Brightman,
Laura Branigan, Earth, Wind & Fire etc. zu hören. Frank "Reudi" Reudenbach
ist für das Akkordeon und auch für Gesang zuständig. Last but not least wird
die Band komplettiert vom Bassisten Frank Itt, der die Bassgitarre
beherrscht wie kaum ein anderer und der seit langem zum festen Stamm der
Band zählt. Der sympathische "Dicke" machte mir besonderen Spaß, da ich
in früheren Zeiten in einer Schülerband u.a. für den Bass zuständig war.
Irgendwie cool und gekonnt der Auftritt des ehemaligen Bandleaders von "The
Touch", deren Leadsänger kein Geringerer als Terence Trent D'Arby war.
Auch der Background-Chor ist mit
erstklassigen Sängern besetzt, die in Oberhausen mit dem Song "Stayin' alive"
(Bee Gees) einen verdienten Soloauftritt bekamen.
Herzstück der Kompositionen und
Texte ist Joachim Horn-Bernges, auch liebevoll "Knibbel" genannt. Seit 35
Jahren begleitet er Howard auf seinen musikalischen Touren, schreibt die
Texte für ihn und komponiert die Musikstücke. Er ist der eigentliche
'Macher' hinter den Kulissen, dennoch bescheiden, und er meidet den
öffentlichen Rummel. Dabei ist er auch ein hervorragender Sänger, der früher
als Chorsänger die Auftritte von Howard unterstützte und heute mit ihm
traditionellerweise immer wieder einige Duette bei den Konzerten vorträgt.
Die Interpretationen von "Gimme some a-lovin" (Steve Winwood) oder "You've
lost that lovin' feeling" (Righteous Brothers) waren auch in Oberhausen
echte Knüller und riss die Zuhörer von den Sitzen. Danke "Knibbel"!! ...auch
noch für die fällige Zugabe!
Technik
Aber
die ganze Musikshow kommt heutzutage ohne ein gehöriges Maß an Technik nicht
aus. Auf der Tournee reisen 16 Techniker mit, die täglich etwa 18 Stunden
arbeiten - insgesamt 288 Arbeitsstunden. Hinzu kommen die örtlichen Helfer
mit ca. 300 Stunden pro Konzert. Daraus ergibt sich folgende Statistik: wenn
eine einzige Person mit einem 8-Stunden-Tag eine Bühne aufbauen müsste, dann
würde sie ca. 3 1/2 Monate damit beschäftigt sein!
Für die Musiker und Sänger ist
das "In-Ear-Monitoring" (...das Knöpfchen im Ohr) von großer Bedeutung. Über
die Monitoranlage bekommt jeder Musiker/Sänger, also auch Howie, jeweils
eine speziell auf ihn abgestimmte Musikmischung ins Ohr gespielt, so dass er
seinen eigenen Gesang oder sein Instrument besonders gut hört und auf den
Leadsänger oder auf die anderen Begleitinstrumente entsprechend abstimmen
kann.
Das
PA-Sytem sorgt dafür, dass in allen Hallen die Musik in erstklassiger
Qualität zu hören ist. Verantwortlich dafür ist ein Toningenieur. Howie
vertraut hier auf den besten seiner Branche: Sherif el Barbari. Er versteht
es meisterhaft mit digitalen Mischpulten, die Schallsignale dynamisch zu
entzerren und zu bearbeiten, Effekte hinzuzufügen und das Ganze mit
künstlichen Raumsimulationen zu versehen. Er ist es auch, der mit Hilfe des
so genannten "Rosa Rauschens" die Raumcharakteristika der einzelnen Hallen
analysiert, in die Computer einspeist und dann die Beschallungssysteme
entsprechend ein- und ausrichtet.
Damit
die Bühnen auch ins rechte Licht getaucht werden, werden künstlich erzeugter
Nebel und hochmoderne Video- und Datenprojektoren eingesetzt. Für dieses
Lichtdesign ist Hans Otto Richter auf dieser Tour verantwortlich, der auch
schon viele andere Pop-Events wie Grönemeyer oder die Berliner Love Parade
als Video_Jockey betreute.
Da
jede Konzerthalle über eine unterschiedliche Akustik verfügt, wird am
Nachmittag eines jeden Tages ein Saal- und Monitor-"Soundcheck"
durchgeführt. Man überlässt ungern etwas dem Zufall ...smile.
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