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1. Adventswoche
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Advent
Die Adventszeit wurde erstmals im 5. Jahrhundert
im Gebiet um Ravenna (Italien) gefeiert. Der Sonntag vor Weihnachten wurde
der Vorbereitung der Geburt Christi gewidmet.
In Rom hielt eine Adventsliturgie im 6.
Jahrhundert Einzug. Gregor, der Große, setzte erstmals die Zahl der Adventswochen
auf vier fest - in Mailand feiert man aber noch heute eine
sechswöchige Adventszeit. Die 4 Wochen sollen symbolisch auf die 4000 Jahre
hinweisen, die die Menschheit nach kirchlicher Rechnung auf die Ankunft des
Erlösers warten musste.
Im 13. Jahrhundert wurde die römische Liturgie
durch den Franziskanerorden weit verbreitet.
Pius V. schrieb um 1570 die römische Adventsliturgie endgültig für die
gesamte Kirche fest.
Ankunft heißt auf lateinisch adventus, daher kommt
der Name Advent.
Westliches Kennzeichen dieser weihnachtlichen
Vorbereitungszeit sind mancherlei, teilweise noch auf germanische
Glaubensvorstellungen zurückzuführende volkstümliche Bräuche.
Adventskranz
Schon
aus der Antike kennen wir den Kranz als Siegeszeichen. Symbol für den
keineswegs aussichtslosen Kampf des christlichen Menschen gegen das Dunkle
des Lebens soll auch der mit vier Kerzen geschmückte Adventskranz sein.
Diese schöne Sitte ist übrigens ein sehr junger vorweihnachtlicher Brauch,
der noch zu Beginn unseres Jahrhunderts in vielen deutschen Familien
unbekannt und keineswegs der Vorläufer des Weihnachtsbaums war.
Sowohl das Grün der Zweige, als auch die Kerzen mit ihrem
Licht haben symbolische Bedeutung mit einer langen Tradition: So wurden
immergrüne Zweige als Schmuck schon vor gut 600 Jahren verwendet - vom Grün
der Wacholder-, Mistel- und Tannenzweige glaubte man, sie würden
ungebrochene Lebenskraft symbolisieren, und damit Haus und Hof vor Schaden
bewahren.
Die Geschichte der Kerzen reicht bis ins 14.
Jahrhundert zurück - ihr Licht, so die Überzeugung der Menschen, gelte als
ein Zeichen der Hoffnung, dass eine neue, hellere Zeit kommen sollte. Auf
Adventskränzen gibt es Kerzen mittlerweile in ganz verschiedenen Farben,
jeweils den aktuellen, modischen Trends entsprechend. Ganz traditionell
wurden aber rote Kerzen verwendet, als ein Symbol für das Blut, das Jesus
für die Menschen vergossen hat, als er gekreuzigt wurde.
Geht man den Spuren der wenig mehr als
hundertjährigen Geschichten des Adventskranzes nach, so stößt man auf den
evangelischen Theologen Johann Wichern(*1808,
†1881), den Begründer und Bahnbrecher der
Inneren Mission, der 1833 in Hamburg-Horn das "Rauhe Haus" gründete. In
dieser Anstalt der Inneren Mission brannte um die Mitte des vorigen
Jahrhunderts die ersten Adventsleuchter. Schon für eine Andacht am 1. Advent
des Jahres 1838 bezeugen die Tagebücher des jungen Wichern die Benutzung von
kranzförmig aufgestellten bunten Wachskerzen. In den 1840er wurde auf den
Kronleuchter des Betsaales vom 1. Advent an jeden Tag ein Licht mehr
angezündet. Für 1851 wird auch der Schmuck mit tannengrün berichtet.
Allmählich hat sich die Sitte des Adventkranzes
dann von Norddeutschland weiter verbreitet, zunächst gewiss
mit den im "Rauhen Haus"
ausgebildeten Hausväter. Erst in den Jahren nach dem 1. den Weltkrieg hat
die Jugendbewegung dem Adventskranz zu seiner heutigen Verbreitung
verholfen. Erst 1925. so die Überlieferung, soll ein
Adventskranz zum ersten mal in einer Kölner Kirche das Warten auf das
Weihnachtsfest verschönert haben. Bis heute hat sich dieser Brauch auf der
ganzen Welt verbreitet.

Adventskalender
Die eigentlichen Ursprünge lassen sich jedoch bis
in das 19. Jahrhundert zurückverfolgen. Die ersten Formen kommen aus dem
protestantischen Umfeld.
So wurde in religiösen Familien im Dezember 24
Bilder nach und nach an die Wand gehängt. Einfach, aber nicht weniger
effektvoll, war eine andere Variante: 24 an die Wand oder Türe gemalte
Kreidestriche, von denen die Kinder täglich einen wegwischen durften (sog.
Strichkalender). Oder es wurden Strohhalme in eine Krippe gelegt, für jeden
Tag bis Heilig Abend.
Weiter Formen sind die Weihnachtsuhr, oder aber
eine Adventskerze die jeden Tag bis zur nächsten Markierung abgebrannt
werden durfte. Die wohl früheste Form eines selbst gebastelten
Adventskalenders stammt aus dem Jahre 1851.
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