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3. Adventswoche

 

Heilige Lucia | Christrose | Gibt es einen Weihnachtsmann? | Tannengeflüster | Verzollen?

 

 


Das Fest der heiligen Lucia


Lucia so die Legende, war die Tochter einer vornehmen Familie in Syrakus. Mit ihrer Mutter, die seit Jahren unheilbar krank war, ging sie zum Grab der Hl. Agathe, um für die Genesung ihrer Mutter zu beten. Die Heilige erschien ihr im Traum und prophezeite ihr die Erfüllung ihres Wunsches.

 

Von ihrer geheilten Mutter erbat Lucia, den für sie ausgewählten Bräutigam nicht heiraten zu müssen und ihre Mitgift an die Armen verschenken zu dürfen. die Mutter gewährte ihr diese Bitte. Der getäuschte Bräutigam aber übergab sie dem Richter Pasachius und klage sie an, eine Christin zu sein. Pasachius forderte Lucia auf, den Göttern zu opfern. Als sie sich weigerte, befahl er sie ins Freudenhaus zu schleppen, um ihren Willen zu brechen. Aber selbst tausend Soldaten und ebensoviel Ochsen konnten sie nicht von der Stelle bewegen. Da ließ er ein Feuer um sie herum anzünden, dieses aber konnte Lucia nichts anhaben. Einer der Soldaten tötete Lucia mit seinem Schwert. Pasachius aber wurde festgenommen, zum Tode verurteilt und hingerichtet.

 

Das Lucienfest ist weit verbreitet, es hat vielfältige Ausformungen und seine Geschichte lässt sich bis ins 11. jahrhundert zurückverfolgen.

 

KerzenlichtBis zur Einführung des gregorianischen Kalenders 1582 galt der 13. Dezember als der kürzeste im Jahr - es wurde die Wintersonnenwende gefeiert. Das kommt einer Neujahrsfeier gleich. So erklären sich auch manche Bräuche, die noch lange nach der Kalenderreform gepflegt wurden: Mädchen ritzen in Baumstämme Zeichen, um aus deren Veränderung die Zukunft lesen zu können.

 

Lucia - die Leuchtende, Lichtbringende - sollte nach christlichem Verständnis Licht in das Dunkel der längsten Nacht des Jahres bringen. Deshalb wird Lucia auch als freundliche Gestalt dargestellt. Vor allem in Schweden wird das Lucienfest heute noch gefeiert. Am Vorabend des 13. Dezember wird die älteste Tochter der Familie mit einem Kranz aus Preiselbeeren geschmückt, in den Kerzen gesteckt werden. Am nächsten Morgen bringt die Lucienbraut der ganzen Familie das Frühstück ans bett, gekleidet in ein weißes, bodenlanges Kleid, den Kranz mit den brennenden Kerzen auf dem Kopf.

 

Dieser Brauch hat wahrscheinlich seinen Ursprung im Elsaß: Das Christkind, in Gestalt einer weiß gekleideten Frau mit einem Kranz mit brennenden Kerzn auf dem Kopf ging dort in den Gemeinden von Haus zu Haus und brachte den Kindern seine Gaben.

 

In manchen Gegenden ist das Lucienfest für die Mädchen, was das Nikolausfest für die Jungen: Lucia verteilt ihre Gaben an brave Mädchen, wenn sie über Nacht ihre Schuhe aufs Fensterbrett stellen.

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