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Weihnachten

 

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Weihnachten - Ursprung

Krippe"Z
e den wihen nahten" hieß auf Hochdeutsch "zu den Heiligen Nächten". Der Tag der Sonnenwende war in vielen Kulturen ein besonders wichtiger Tag. Im Mithraskult Asiens wurde an diesem Tag die Geburt des indischen Lichtgottes gefeiert. Die Ägypter legten die Geburt des Horus auf diesen Tag. Die Römer begingen ihre feierlichen Sarturnalien zu Ehren des Gottes Saturn, des unbesiegbaren Sonnengottes und die Germanen feierten im norddeutschen Raum bis hinauf nach Skandinavien ihr Mittwinterfest oder Julfest, zugleich ein Toten- und Fruchtbarkeitsfest. Um diese Feste ranken sich bis heute allerlei Geisterglauben, der sich in der Tradition verankert hat.

Da diese Feste, besonders in Rom, mit großem Pomp gefeiert wurde, versuchte Papst Hyppolit bereits um 217 all diese Kulte damit zu beseitigen, dass er das Fest der Geburt Christi auf diesen Tag verlegte. Mit der Datierung des Weihnachtsfestes auf das Fest des "Unbesiegbaren Sonnengottes" gab die Kirche den "Heiden" zu verstehen: Die Sonne ist gut, aber sie hat ja keine Macht aus sich selbst, sondern sie hat nur Kraft, weil Gott sie erschaffen hat. Deshalb feiert man im christlichen Kulturkreis, häufig vermischt mit anderen Kulten, das Kommen Gottes, des wahren Lichtes. 

Dieses Feiern am 25. Dezember konnte erst Papst Liberius 354 durchsetzen. Zum Glaubenssatz der röm.-kath. Kirche wurde es auf dem 2. Konzil von Konstantinopel 381 unter Kaiser Theodosius erklärt.
In der Praxis sollte es dennoch lange dauern, bis sich Weihnachten im heutigen Sinn etabliert hatte. Das lag nicht zuletzt daran, dass in der orthodoxen Kirche die Geburt und gleichzeitig die Taufe Christi in Zusammenhang mit dem Beginn des Kalenders gesehen und damit am 6. Januar begangen wurde. In der westlichen Kirche galt der 25. Dezember seit 813 als Beginn des Kirchenjahres (heute der 1. Advent) und erinnert damit bis heute an die Tatsache, dass dieser Tag bis ins 16. Jahrhundert hinein als Jahresanfang gefeiert wurde; aus dieser Bedeutung heraus und um die Übernatürlichkeit der Geburt Christi darzustellen, entwickelten sich in den einzelnen Ländern vielfältige Bräuche rund um eine Wachstums- und Lichtsymbolik. Im 7. und 8. Jahrhundert setzte sich der Brauch, das Fest am 25. Dezember zu feiern auch in Deutschland durch. Die Mainzer Synode erklärt 813 diesen Tag offiziell zum "festum nativitas Christi", mit dem damals das Kalenderjahr begann. Der erste Januar wurde erst ca. 800 Jahre später mit Einführung des Gregorianischen Kalenders zum Jahresbeginn. Im Verlaufe der "Christianisierung" hat das Weihnachtsfest dann seine heutige weltweite Verbreitung gefunden.

 

Im Zentrum der heutigen Weihnacht steht die Bescherung, die an die Gaben der Heiligen Drei Könige erinnern soll, aber in den römischen Saturnalien auch eine nichtchristliche Quelle besitzt. Der Gabenbringer ist das Christkind, also Jesus Christus. Im protestantisch geprägten Norden entwickelte sich dagegen die Figur des Weihnachtsmannes.

 

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