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Ostseewellen

Kloster Cismar

 

Zu den unbedingten Sehenswürdigkeiten der Region gehört das Kloster Cismar bei Grömitz. Hierhin wurden vor rund 800 Jahren einige Benediktinermönche 'strafversetzt', weil ihr allzu lockerer Lebenswandel im nahen Lübeck dem damaligen Bischof von Bremen zu sehr missfiel.

 

Kloster CismarDie verbannten Mönche machten Cismar dann zu einem wichtigen geistlichen Zentrum in Holstein, was bis heute nachwirkt. Eine Blut-Christi-Reliquie und die Johannes-Quelle als Heilquelle (1249 geweiht) machten Cismar zu einem bedeutenden Wallfahrtsort. Die künstlerischen , geisteswissenschaftlichen und landwirtschaftlichen Leistungen zeigten das Kloster zwei Jahrhunderte lang in höchster mittelalterlicher Kulturblüte.

 

1561 wurde das Kloster aufgelöst, nachdem schon 1544 der Landbesitz verstaatlicht worden war. Heute ist der Schlossteil des Klosters Außenstelle des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseums, und der Chorraum wird von der Evangelischen Kirchengemeinde in Cismar als Gottesdienstraum genutzt.

 

Der kostbarste Rest des früheren Klosterschatzes ist der Altarschrein, der kurz nach 1300 in einer Lübecker Schnitzerwerkstatt geschaffen wurde. Der Altar gilt wegen seines Alters, der über 120 Einzelfiguren sowie der künstlerischen und theologischen Komposition als einmaliges Werk der Gotik. Er ist der älteste geschnitzte Altarschrein, den die Kunstgeschichte kennt.

 

Im Sommerhalbjahr gibt es einstündige Führungen durch die gesamten Anlagen, Orgelkonzerte und sonstige Veranstaltungen wie z.B. die Sonnenwendfeier am 21. Juni am großen Feuer (8 m Durchmesser) mit Feuerrede, Volksliedersingen und diversen Volkstanzgruppen. Übrigens ist die Sommersonnenwende, der längste Tag des Jahres, in vielen Kulturen ein ganz besonderer Tag.

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